Mittwoch, 20. Februar 2019

Andrew McCabe über Trump und Venezuela

In seinem Buch: "The Threat: How the FBI Protects America in the Age of Terror and Trump" beschreibt Andrew McCabe auf p. 136 ein Treffen im Oval Office des Jahres 2017. Dort lesen wir:
Dann sprach Trump über Venezuela. Das ist das Land, gegen das wir Krieg führen sollten, sagte er. Sie haben all das Öl und sie sitzen in unserem Hinterhof.
Freiheit? Menschenrechte? Ein angeblich leidendes Volk? Fehlanzeige. US-Vorgehensweise wie immer. Vielleicht haben die Massenvernichtungswaffen verbuddelt oder Flugzeuge in WTC und Pentagon geflogen ...

Donnerstag, 14. Februar 2019

Die Studie zum Antisemitismus in Europa -- wie sieht sie wirklich aus?

Bei ComRes werden wir fündig: Link.

Das vorwiegend jüdische deutsche Blog BiB-jetzt dazu: Link.

Zahlen sprechen klarer als ein Medienhype.

Samstag, 2. Februar 2019

Von Marschall betätigt sich als Rüstungslobbyist [Updated]

In seinem Artikel "Warum Deutschland zur Spaltung der Nato beiträgt" verleiht Christoph von Marschall vom Tageslügel seiner Verärgerung darüber Ausdruck, daß sich Deutschland nicht dazu habe entscheiden können, den US-Kampfjet F-35 von Lockheed Martin zu kaufen. Er unterstellt die Notwendigkeit einer atomaren Abschreckung gegen die russische Gefahr und warnt vor einer Spaltung der NATO aufgrund unüberlegter Entscheidungen der Bundesregierung.

Dabei gibt von Marschall zu, daß es notwendig sei, daß Europa seine Fähigkeit, eigene Kampfjets herzustellen behalten müsse. Was er elegant umgeht, ist der vernichtende Pentagon-Bericht über die F-35. Lt. Bloomberg ist der Flieger "notorisch unzuverlässig" und erfülle die Anforderungen des Pentagon nicht:
"Furthermore, there’s no “improving trend in” aircraft availability to fly training or combat missions as it’s remained “flat” over the past 3 years. Details come a day after Defense Sec. Pat Shanahan told reporters the F-35 “has a lot of opportunity for more performance.”
  • Interim reliability and field maintenance metrics to meeting planned 80% goal not being met, test office director Robert Behler says in new assessment as improvements “are still not translating into improved availability”
    • Current fleet performance “well below” that benchmark 
    • Cybersecurity testing of aircraft in 2018 showed some previous vulnerabilities “still have not been remedied,” assessment says
    • Amount of time needed to repair aircraft and return to flying status “has changed little” in last yr; remains “higher than” rate needed to indicate progress as aircraft fleet numbers and flying hours increase, assessment says
    • Computerized maintenance tool known as “ALIS” doesn’t “yet perform as intended,” as some data and functions deficiencies “have a significant effect on aircraft availability” and launching flights
    • Maintenance personnel, pilots “must deal w pervasive problems w data integrity, completeness on a daily basis,” tester says
    • Testing through September of Air Force model gun intended for air-to-ground attack indicates accuracy “unacceptable,” DoD tester says"
Das heißt, das Flugzeug schafft nur ein Viertel der geplanten Lebensdauer und erreicht bei den Zuverlässigkeitsprüfungen nicht einmal die 80-Prozent-Marke. Der Vergleich mit Tests im Jahr 2018 zeigt keine Verbesserung, auch nicht beim Reparaturaufwand und der Zeit, die zur Wiederherstellung der Flugfähigkeit vergeht. Außerdem sei die Zielgenauigkeit der geplanten Luft-Boden-Bewaffnung unzureichend.

Herr von Marschall: Einen solchen Flieger können wir selbst herstellen.

Desweiteren mokiert sich von Marschall über die Aussage Maas', Deutschland werde nach einem Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag bei der Wiederbewaffnung mit atomaren Mittelstreckenwaffen nicht mitmachen. Die Folge dieses Statements sei die Verärgerung der NATO-Partner gewesen. Das ist ziemlich unverständlich, äußerte doch NATO-Stoltenberg, daß nukleare Mittelstreckenraketen in Europa nicht geplant seien.

Worum geht es eigentlich? Rußland wird von den USA beschuldigt, den Vertrag über das Verbot atomar bewaffneter Mittelstreckenraketen (US-Version) mit den USA mit dem Waffensystem Novator 9M729 gebrochen zu haben. Das Land weist diese Anschuldigung zurück, weil diese Waffe nur eine Reichweite von maximal 480 Kilometern habe. Die USA wurden ausdrücklich zu einer Präsentation des Marschflugkörpers eingeladen, schlugen diese Einladung allerdings aus. Beweise sind die USA bisher -- wie üblich -- schuldig geblieben. Im Ergebnis stellten die USA Rußland ein Ultimatum, die Vernichtung des Waffensystems anzukündigen, andernfalls werde das Land aus dem INF-Vertrag aussteigen. Dies geschah gestern, Rußland zog heute nach.

Interessanterweise nennen US-Quellen noch einen anderen Grund: China und andere Länder seien von diesem Vertrag nicht betroffen. Nun liegt China aber mehr als 10.000 Kilometer von den USA entfernt, weswegen China keine Waffe, die einem Verbot nach dem INF-Vertrag unterliegt und die Vereinigten Staaten bedrohen könnte, streitig gemacht würde.

Offensichtlich handelt es sich wieder einmal um geopolitische Kraftmeierei und um einen Absatzmarkt für neue Raketensysteme. Daß in den meisten Artikeln des Tageslügel mögliche US-Verletzungen des INF-Vertrags tunlichst verschwiegen oder pauschal abgehandelt werden, ist dann nur folgerichtig. Die Abschußrampe vom Typ Mk-41 etwa, die den Abschuß seegestützter Marschflugkörper gewährleistet -- das ist nach dem INF-Vertrag erlaubt --, wurde in Rumänien als Teil der National Missile Defense -- hier ist nicht Rumänien gemeint -- stationiert, während die bewaffneten landgetützten Drohnen der USA sehr wohl nuklear ausgerüstet werden können und in die Reichweitenbeschränkung des Vertrags fallen.

Anmerkung: Christoph von Marschall war bis 2013 der einzige deutsche Journalist mit Zugangsberechtigung zum Weißen Haus. Ob Herr von Marschall (Freiherr von Marschall?) noch für die Atlantik-Brücke e. V. tätig ist, läßt sich nicht ermitteln.

Update 

Der Chef der russischen Raketenstreitkräfte Matwejewski stellte während der von den USA boykottierten Präsentation klar, daß die beiden Systeme 9M728 und 9M729 nur im Werk mit Sprengköpfen und Festtreibstoffkartuschen ausgerüstet werden könnten, was eine nachträglich Erhöhung der Reichweite unmöglich mache. Und weiter:
"Die Masse des Treibstoffs begrenzt die konstruktionsbedingte maximale Reichweite der Flugkörper, vorgegeben durch die Anforderungen des [INF-]Vertrages. Sie werden in speziellen Containern an die Truppen geliefert. Eine Änderung des Treibstoffgewichts und eine Neuausstattung der Flugkörper mit Treibstoff sind unter Bedingungen des militärischen Betriebs unmöglich. Die Truppen können die Flugkörper nur lagern, sie auf Abschussvorrichtungen und Transport- und Lademaschinen in Bereitschaft halten und an ihnen Wartungsarbeiten nach den technischen Vorgaben durchführen."

Dienstag, 31. Juli 2018

Mark Dubowitz wird vom Tageslügel zum Iran befragt

Das kann man tun. Titel des Beitrags: "Ruhani ist nicht moderat". Befragt wurde er von Tageslügel-Autorin Juliane Schäuble.

Wer ist Mark Dubowitz? Im Artikel steht es: Er ist der Chef des neokonservativen Think Tanks Foundation for the Defense of the Democracies. Die einzige Zusatzinformation, die der T.lügel liefert, ist diese:
Das FDD hat sich vehement für ein Ende des Atomabkommens eingesetzt.
Sonst noch was? Nun, die Organisation, die sich auch das Committee on the Present Danger einverleibte, ist hinreichend bekannt für ihre bellizistische Haltung zu allen Ländern, die nicht nach dem Willen der USA und Israels sind. Dabei wird die FDD als "Likud-aligned" beschrieben. Likud ist die Hauptkraft in dem Parteienblock, der Israel regiert und für das die Apartheid im Land festigende Nation State Law verantwortlich ist.

Dubowitz ist ein Demokratieverbreiter par excellence, der seinen angeblichen Prinzipien generell mit militärischen Invasionen im Nahen und Mittleren Osten zum Durchbruch verhelfen will, insbesondere in Syrien und im Iran. Allerdings scheint er vom Pfad der Demokratiebeseeltheit abgekommen zu sein, denn in einem Tweet vom 6.5.2018 schreibt er:
Sadly democracy has been a disaster for minorities in the Middle East — and not just for minorities. So have brutal authoritarians. This third way (“inclusive authoritarianism”) might be a better alternative. Discuss.
Jetzt ist also die gepflegte Diktatur das gewünschte Mittel, israelisch-amerikanische Interessen durchzusetzen. Das macht ihn zum echten Führer einer Organisation, die die Verteidigung der Demokratien in ihrem Namen trägt.

Dieser Mann also wird von Schäuble befragt, wie es so um den Iran stehe. Dabei hat Dubowitz das schon gesagt, besser: geschrieben. In einem siebenseitigen Memo an den National Security Council Trumps nämlich, in dem er den Regime Change im Iran fordert:
Iran is susceptible to a strategy of coerced democratization because it lacks popular support and relies on fear to sustain its power,. The very structure of the regime invites instability, crisis and possibly collapse. No one has greater power to mobilize dissent abroad than the American president.
Um seine Haltung glaubhaft zu untermauern, behauptet er die iranisch-nordkoreanische Weltverschwörung, die darauf ausgerichtet sei, die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen zu unterminieren. Dabei gibt es kein einziges Dokument der IAEA, das den Iran verdächtigt, ein Atomwaffenprogramm aufgelegt zu haben. Andererseits waren es aber gerade die USA, die den Bemühungen für eine möglichst atomwaffenarme Welt mit der Kündigung des Joint Comprehensive Plan of Action einen Dolchstoß versetzten. Einer der Einpeitscher genau dieser Linie war neben dem darüber prahlenden Premierminister Israels, Netanyahu -- Dubowitz:
MARTIN: Well, then what leverage do you have over Iran when you say they're not allowing access? How do you change that?

DUBOWITZ: Well, you change it by making very clear to Iran that the United States, as a matter of U.S. policy and U.S. law, is not going to accept a deal that cannot be verified. And so the administration is now going to be rolling out a comprehensive Iran policy. It'll be a pressure campaign using all instruments of American power.

MARTIN: And what does that look like when you say all instruments of American power?

DUBOWITZ: Well, it needs financial and economic power. It needs more sanctions. It means using military power to roll back and subvert Iranian aggression in the region. It means using political power and covert action.

MARTIN: So you're saying more sanctions could be possible?

DUBOWITZ: Sure. Sanctions that are fully compliant with the nuclear deal.
Eine doppelte Lüge. Zum einen ist der JCPOA voller Möglichkeiten, nukleare Anlagen des Iran im weitesten Sinne auch unangekündigt zu inspizieren -- mit Erfolg. Zum anderen sind Sanktionen ausdrücklich aufzuheben (ebd.).

Dubowitz wird also dazu befragt, was im Iran los ist. Der Tageslügel ist eine Marionette israelischer Interessen.

Sonntag, 4. Juni 2017

Unterstützung für Israels Politik der Kolonisierung Palästinas und der ethnischen Säuberung beim Tagesspiegel

Oder: Warum der Konflikt nicht gelöst werden wird

Der sattsam bekannte Christian Böhme des Tageslügels gibt sich zionistischen Wunschträumen hin und behauptet, daß der Palästina-Konflikt von Israelis und Palästinensern allein gelöst werden müsse. Diese Konstruktion ist in pro-israelischen Kreisen sehr geläufig, geht aber an der Realität vorbei. Das Ergebnis wird die vollständige Annexion Palästinas sein, weil die Palästinenser als okkupierte Nation keinerlei Machtmittel haben, den Hunger der jüdischen Siedler und des jüdischen Staates nach nach Lebensraum zu stillen und in die Schranken zu weisen.

Der Zionismus sieht das Gebiet zwischen Suez und Mesopotamien sowie zwischen Litani und Golf von Aqaba als sein Territorium an. Von Anfang an gehörte es zum Grundverständnis der Zionisten, Palästina INSGESAMT zu besitzen und die arabische Bevölkerung, darunter auch Juden, die sich nicht fügen wollen, zu vertreiben. Dieses Ziel wurde mit Tausenden von Terroranschlägen gegen Briten, Juden und Araber verfolgt, mit der ethnischen Säuberung Palästinas bis heute weitergeführt und wird mit der Annexion der West Bank und des Gazastreifens enden. Ein paar arabischesprachige Palästinenser werden für die Drecksarbeit bleiben dürfen, alle anderen werden vertrieben werden. Daß der Prozeß so läuft, sehen wir täglich; die nächste Tranche von 2600 Siedler-Wohneinheiten steht bereits in der Pipeline.

Über 530 palästinensische Dörfer wurden im wahrsten Sinne des Wortes eingeebnet, plattgemacht; auf ihnen befinden sich heute Nationalparks, Universitäten oder jüdische Siedlungen. Yad Vashem steht direkt neben der Asche Deir Yassins. Die Einführung der Militärgesetzgebung auf der West Bank und im Gazastreifen wurde bereits 1963 von einer Expertengruppe um Oberst Michael Shaham an der Hebrew University geplant. Juristen, Geographen und Militärs schrieben Handbücher für die Einführung dieser von den eigenen Gelehrten als unmenschlicher als die Gesetzgebung im Dritten Reich bezeichneten Verordnungen und verteilten sie nach Fertigstellung des Shaham-Plans ab 1. Mai 1967. Heute vor 50 Jahren wurde der Angriffsbefehl für den Sechs-Tage-Krieg gegeben, heute vor 50 Jahren wurde die Ausrede, die vor der UNO gegeben werden würde, von den Planern als "Lüge" bezeichnet, "für die sich nur die Historiker interessieren" würden.

Die Internationale Gemeinschaft ist die einzige Kraft, die Israel zwingen kann, seinen Kurs zu ändern und den eigenen Fortbestand zu sichern. Andernfalls wird Israel an sich selbst zugrunde gehen.

Der Tagesspiegel ist williger medialer Vollstrecker der ebenso menschenverachtenden wie völkerrechtswidrigen Politik Israels.

Samstag, 27. Mai 2017

Manipulation durch Weglassen

Im Tageslügel findet sich folgender Artikel: "Hunderte palästinensische Häftlinge beenden Hungerstreik". Er glänzt weniger durch etwaige Einlassungen der Israel-Fanboys Cassdorf, Böhme, Seibert oder Bockenheim, sondern durch Weglassung der grundlegenden Fakten.

Zum einen sind die 1500 Gefangenen -- die mit ihnen hungerstreikenden Angehörigen werden schlichtweg "vergessen" -- nahezu alle administrativ Deportierte, das heißt unter Verstoß gegen das Völkerrecht ohne richterlichen Beschluß und vorliegenden Haftbefehl von der Straße Weggefangene sowie allesamt ohne Anklage in Zuchthäusern oder Lagern Internierte. Nahezu alle. Über den widerrechtlich deportierten Barghuti erfahren wir nur, daß er sich selbst als unschuldig bezeichne. Wieder kein Hintergrund, wieder keine Details, es sei halt so. GAR 2787? Fehlanzeige.

Keine Informationen auch über die Solidaritätswelle nicht nur unter Palästinensern, sondern in aller Welt, kein Wort über den täglichen Staatsterror Israels, der die Werte des Judentums täglich in den Dreck tritt und mithin als Antisemitismus par excellence bezeichnet werden muß, kein Wort über Hauszerstörungen, ethnische Säuberungen, nichts dergleichen.

Dafür sprechen die Kommentare -- momentan: der Kommentar, mehr dazu weiter unten -- für sich: Ein bekannter Unterstützer des inkrementellen Völkermords an den Palästinensern, @Pincorrect = Politically Incorrect, darf sich ergehen -- in Dank und Glücksgefühlen und in Schelte über den "unglaublich dummen" Marwan Barghuti, der sich instrumentalisieren lasse. Das ist die Sprache des Dritten Reichs, das ist die Relativierung von Völkermord und ethnischer Säuberung. Hauptsache, die Staatsräson unseres Landes, will heißen: Abschiebung der Juden nach Palästina, wo bereits ein Volk lebt, und Zahlung von "Wiedergutmachungs"geldern = Fortsetzung des Ha'avara-Abkommens mit anderen Mitteln.

Es versteht sich von selbst, daß keine kritischen Kommentare zugelassen werden. Soweit dürfen Pressefreiheit und Meinungsfreiheit dann doch nicht gehen.

Samstag, 8. April 2017

Und wieder ein Chemiewaffeneinsatz in Syrien

Der Tenor der Leid-Medien ist klar: Assad war's. Dank ZeroHedge wissen wir es besser. Ich fasse das Wichtigste unter Verwendung der Originalquellen zusammen:

Aus dem Krankenhaus in Khan Sheikhoun berichtete Dr. Shajul Islam: Link. Er wurde von der britischen Ärzteliste gestrichen und von den Briten wegen der Entführung zweier Journalisten in Syrien gesucht — und wegen einer vermuteten Verbindung zum IS-Killer Jihadi John: Link.

Derselbe Dr. Islam berichtete schon am 1.4.2017 stolz, daß er Gasmasken erhalten habe und sich jetzt sicherer fühle: Link und Link.

Da hat er aber Glück gehabt — nur setzte er sie während seiner Reportage über die verseuchten Opfer nicht auf. Die Schutzmasken stammten angeblich von Ärzte ohne Grenzen, ehm: Propheten ohne Grenzen.

Am 3.4.2017 erklärt der Rebellen-Journalist Feras Karam, er werde am 4.4.2017 eine Medienkampagne starten, die einen Luftangriff der Assad-Luftwaffe mit Chlorgas beinhalte: Link.

Der Google-Übersetzer aus dem Arabischen ins Englische, weil das deutsche Ergebnis unbrauchbar ist:
Tomorrow, a media campaign will be launched to cover the intensity of the air raids on the countryside of Hama and the use of chlorine against civilians.
(Deutsch:  Morgen wird eine Medienkampagne gestartet werden, die die Intensität der Luftangriffe auf die Landschaft von Hama und die Verwendung von Chlorgas gegen Zivilisten behandeln wird.)
In den ersten Berichten erfahren wir über den angeblichen Sarineinsatz, den die Türken anschließend als Chlor-, dann wieder als Sarinangriff meldeten, Folgendes:
I ran to my house immediately to check if my wife and kids were OK. When I reached home, I began to smell something like vinegar and rotten eggs. Then, I heard people shouting that the district was under attack by chemical rockets. Link.
(Deutsch: Ich rannte sofort zu meinem Haus, um zu überprüfen, ob meine Frau und meine Kinder in Ordnung sind. Als ich mein Zuhause erreicht hatte, begann ich etwas wie Essig und faule Eier zu riechen. Dann hörte ich, wie Menschen riefen, daß der Bezirk durch chemische Raketen angegriffen werde.)
Sarin ist geruchslos und geschmacklos. Es führt in kleinsten Mengen zum Tod. Die Muskulatur verkrampft, Magen, Darm und Blase entleeren sich. Keine Schutzhandschuhe bei den „Rettungskräften“: Link. Einfaches Abspülen funktioniert nicht. Das Wasser muß säurehaltig oder alkalisch sein.

Die „Rebellen“ genannten Terroristen wendeten lt. New York Times mindestens 52 Mal Chemiewaffen an. Link.

Unsere Leid-Medien schlußfolgern daraus: Assad war’s. Und Putin. Vor allem Putin. Am Tag der Syrien-Geberkonferenz … Der IS startete bei Palmyra parallel dazu eine Offensive. Toll. Er hat seine Luftwaffe gefunden.

Freitag, 27. Januar 2017

Buchempfehlung

The National Archives in Kew haben die Akten aus der Zeit des Palästina-Mandats freigegeben. Sie sind teilweise auch online einsehbar. Thomas Suàrez hat sie sich angesehen und seine Erkenntnisse in dem Buch "State of Terror. How Terrorism Created Modern Israel" veröffentlicht. Das Buch ist ein Augenöffner. Ich habe mich trotz meiner recht guten Belesenheit zu diesem Thema (siehe Lektüreempfehlungen) dabei erwischt, daß ich mit offenem Mund da saß und mir die Augen rieb. Tausende von Anschlägen werden in "State of Terror" dokumentiert, einige davon fanden in Europa statt.

Dienstag, 1. November 2016

Zur Geschichte der Balfour Declaration

Ein sehr interessanter Artikel, der die Entwicklung dieser ebenso unsäglichen wie völkerrechts-widrigen Erklärung informiert, findet sich hier: Klick!

Unbedingt lesenswert!

Montag, 30. Mai 2016

Nun demontiert sich Wolfgang Hebold selbst (Update)

ER ist unschuldig. Ein Verfolgter des Regimes. ER beherrscht die Juristerei besser als ein Jurist. ER kann besser Deutsch als ein Germanist. ER weiß genau, worauf der dumme Jurist von der Dummbolduni anspielt. Nein, nicht auf das "verpackte Vieh", sondern auf den Kopftuchmoslem. Hier seine Tirade: Klick!

Nur ist es eben so, daß seine Haßtiraden live und per Screenshot mitverfolgt werden konnten, daß eine Whois-Abfrage sehr schnell den Urheber von "Diskurskorrekt" herausfinden dürfte (eine IP-Abfrage natürlich auch), obwohl er Einträge löschte. Und es ist eben so, daß der Eintrag vom 29.5., den der Supergermanistenjurist veröffentlichte, von Rechtschreib- und Interpunktionsfehlern nur so wimmelt.

Ein rechtsradikaler Hetzer, der die Welt nicht mehr versteht. Genug davon. Es reicht.

Update: Wolfgang Hebold ist Kandidat der AfD für einen Stadtratsposten in Berlin-Lichtenberg. Ich denke, zwei, die zueinander passen, haben sich gefunden. :o)

Mittwoch, 25. Mai 2016

Wolfgang Hebold ist der Lehrauftrag entzogen worden (mit Updates)

Grund: Seine radikalen Ansichten (Beispiel auch hier) und die unangenehme Angewohnheit, diese auch noch in Aufgaben für seine Studenten zu verpacken. An seine mutmaßlich volksverhetzenden Beiträge auf verschiedenen Blogs und in verschiedenen Communitys konnte er sich dann plötzlich doch nicht mehr erinnern -- sich weinerlich gegen "inquisitorische Fragen" wendend. Der Bericht erschien in der Berliner Abendschau von heute. Die Sendung dürfte heute nacht online sein. Man beachte die mehrmalige Einblendung seines Israel-Stickers am Revers. Er hat ihm wohl kein Glück gebracht.

Nachtrag 1:


Hier ist der Link zum Beitrag


Nachtrag 2:


Auch die HTW hat ihn entlassen: Link.


Nachtrag 3:


Nun beweint er sich selbst. Hier ist das Ejakulat voller Selbstmitleid zu finden: Link. Nein, nicht die Frage der Beleidigung von Menschen sei das Problem, diese Frage sei falsch gestellt, denn darüber befinde erst einmal ein Gericht. Das sage die Verfassung. Der weinerliche Hebold vergißt Artikel 1:
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
Nein, Hebold, die Frage stelle sich der feine Herr sicherheitshalber selbst, anstatt irgendwelche Faschisten -- so nannte er auch die Onlineredation des TAGESLÜGEL -- aus der Mottenkiste der Faschisten-Propaganda zu zaubern. Wer von Muslimen und ihren Frauen als "Mossi mit seinem verpackten Vieh" schreibt, hat die Grenze des Grundgesetzes überschritten und muß sich die Prädikate Faschist, völkischer Volksverhetzer und Vollidiot anheften lassen, Israelfahne am Revers hin oder her. Wie sich eingebildete Opferrollen doch gleichen.

Freitag, 25. September 2015

Man weiß ja nie: Oberst Spoettel tot aufgefunden

Der Chef des Ausbildungskontingents der Bundeswehr in Irbil, Irak, Oberst Spoettel, sei heute im Cristal Erbil Hotel tot aufgefunden worden, berichtet NBC. Die Untersuchungen seien eingeleitet worden.

Donnerstag, 10. September 2015

Rötzer rotzt ins Internet (Updated)

Die Zeiten, in denen Telepolis-Autoren wenigstens ansatzweise den Versuch unternahm zu recherchieren, sind für Rötzer offensichtlich lange vorbei. Sein Artikel "Israel ist der einzige Abwehrschild gegenüber dem extremistischen Islam" gibt sich den Anschein, beide Seiten einfach nur wiederzugeben, nur scheint die Verbindung zwischen Augen und Hirn unterbrochen worden zu sein. Sehen wir uns das Geschmiere an.

Im Teaser läßt Rötzer verlauten, "[d]ie israelische Regierung und Ajatolla Khamenei schüren den Konflikt", ohne näher zu erläutern, welcher Konflikt das sein soll. Er spannt einen Bogen von Kiew nach Moskau, von dort nach Teheran und anschließend nach Damaskus, ohne die Tatsache zu erwähnen, daß Rußland einen militärischen Beistandspakt mit Syrien unterschrieben hat und daher verpflichtet ist, dem Land auch zu helfen. Auf der anderen Seite sind Erpressung und Druck der US-Regierung auf Bulgarien und Griechenland, keine russischen Frachtflüge über ihr Territorium nach Syrien zu genehmigen, "Bemühungen". Rußland kommt seiner völkerrechtlichen Verpflichtung nach, die USA drohen und erpressen -- die Bösen aber sitzen in Moskau. Schön auch, daß der Schmierfink die gespielte US-Empörung über eine angebliche Eskalation des Bürgerkriegs durch Rußland nachplappert, waren es doch die USA, die Türkei und ihre Verbündeten im Golf, die die sogenannten "Rebellen" in diesem Krieg von außen organisierten, finanzierten und bewaffneten. Vergessen auch die Rolle Botschafters Ford, der durch die syrische Provinz tingelte und zum allgemeinen Aufruhr hetzte -- bis man ihn Hals über Kopf aus dem Land abzog. Er hatte seine Schuldigkeit getan, was ihn allerdings nicht daran hinderte, noch einmal illegal einzureisen und seine Brüder im Geiste zu besuchen.

Teheran ist auch böse, so Rotzer-Rötzer, denn die Iraner haben den Russen diese Überflugrechte in Richtung auf Assads Land gewährt. Rötzer scheint das zu verwundern, den Beistandspakt der Iraner mit Syrien hat er ebenfalls vergessen.

Dann überrascht uns der Autor mit einer Posse ohnegleichen: Die Israelis äfften die Ukrainer nach, schreibt er:
Bislang haben wir immer wieder von der ukrainischen Regierung oder transatlantischen Lobby-Organisationen wie dem Atlantic Council gehört, dass die Ukraine das letzte Bollwerk vor der "russischen Aggression" oder, wie Präsident Poroschenko auch gerne sagt: "dem Feind" ist (Ukraine: Der gute Westen gegen das böse Russland). Deswegen, so der Tenor, müsse die Ukraine bedingungslos als westliche Vorhut unterstützt werden, ansonsten drohten die Sicherheit, der Frieden und die westlichen Werte baden zu gehen.

Jetzt versucht sich auch die israelische Regierung auf ähnliche Weise zu positionieren. Nach dem Gespräch mit EU-Präsidenten Tusk und vor dem Abflug des israelischen Regierungschefs Netanjahu nach Großbritannien forderte er die EU auf, sie solle aufhören, "Israel unter Druck zu setzen und anzugreifen". Das Land sei "die einzig wirkliche Verteidigung, die Europa gegen die ansteigende Flutwelle des radikalen Islam hat".
Wieder lügt er, denn die Zionisten sahen sich schon lange vor der einseitigen Ausrufung ihres Staates als Bollwerk an -- mal für die Briten am Suez-Kanal, mal für die Amerikaner gegen die Kommunisten, nun also angeblich gegen die arabischen Islamisten.

Rötzer stört es nicht, daß die Israelis die Muslim Brotherhood im Gazastreifen nährten, hegten und pflegten, die Kämpfer von Sharon in den Village Leagues ausbildeten und bewaffneten und anschließend gegen Arafats PLO in Position zu bringen trachteten. Der Schmierfink weiß es, er hätte nur die Kommentare zu seinen früheren diesbezüglichen Artikeln lesen müssen. Er läßt es weg, weil er Geld verdienen will. Er könnte wissen, was Yitzhak Segev, der ehemalige Militärkommandant von Gaza, sagte:
Israeli military governor of the Gaza Strip, Brigadier General Yitzhak Segev, once told me how he had financed the Islamic movement as a counterweight to the PLO and the Communists. "The Israeli Government gave me a budget and the military government gives to the mosques," he said. (Zit. in: Robert Dreyfuss: "The Devils Game", p. 197.)
Dreyfuss zitiert auch die ehemalige CIA-Analytikern Kessler:
Radical Islam and extremism didn't come into play as much with the Palestinians as elsewhere, at least early on. Many among the Palestinian diaspora were educated, sophisticated, and secular. Their move toward Islamic radicalism didn't take place until later. The Israelis encouraged it quite a bit. Although they weren't responsible for it completely, they didn't crack down on it. They allowed them to flourish. Where they could fiddle around with events to elevate Islamists to the detriment of Fatah, they would. They'd treat religious figures with deference. (Ebd., p. 198.)
Oder den ehemaligen Mitarbeiter des Geheimdienstes des State Departments David Long:
"I thought they were playing with fire," says David Long, a former Middle East expert at the State Department's Bureau of Intelligence and Research. "I didn't realize they'd end up creating a monster. But I don't think you ought to mess around with potential fanatics." (Ebd.)
Verwiesen sei auch auf diesen Artikel bei Counterpunch: Klick! über die Rolle Sharons als Landwirtschaftsminister bei der Gründung der Hamas.

Zurück zum Rotzer. Nach belanglosen Zeilen über Tusk und den von Israel gehaßten Iran-Deal, über die Arbeit der Ziocons im amerikanischen Parlament, die versuchen, den Deal zu verhindern, und die russische Erklärung, dem Iran nun die S-300-Luftabwehrsysteme zu liefern, bekommt es Khamenei von Rötzer ganz dick:
So twitterte der oberste geistliche Führer Ajatolla Ali Khamenei gestern, Israel werde es in 25 Jahren nicht mehr geben. Damit will er auf Äußerungen "im zionistischen Regime" nach den Verhandlungen reagiert haben, nach denen der Iran die nächsten 25 Jahre keine Bedrohung mehr darstelle. Überhaupt war es dem Ajatolla äußerst wichtig, die Souveränität des Landes herauszustellen, das keinem Druck von außen nachgibt.
"will reagiert haben", die klammheimliche Unterstellung der Lüge, so geht das in der freiheitlichen Online-Presse a la Rötzer. Nun, 25 Jahre sind 25 Jahre. Daß die CIA Israel angeblich selbst nur 20 Jahre gegeben habe, verschweigt Rötzer. Daß Kissinger die Israel verbleibende Zeit angeblich auf zehn Jahre bezifferte, ebenfalls. Muß er. Khamenei ist der Böse. Daß es Terroristen aus Israel waren, die unter dem Verdacht stehen, sich durch die Reihen iranischer Wissenschaftler zu metzeln, kann er dann nicht schreiben. Auch nicht über die Verkleidungskünste der Mossad-Agenten, die als CIA-Vertreter posierten, um Handlanger anzuwerben, die im Iran für Anschläge sorgen sollten. Wer nach Rotzer-Rötzers Meinung böse ist, soll auch böse bleiben.

Der sich anschließende unsinnige wie an den Haaren herbeigezogene Vergleich Khameneis mit US-Hardlinern und denen aus Israel ist dann nur folgerichtig. Nur: Rötzer, der Iran ist einen Deal eingegangen, obwohl er kein Atomwaffenprogramm aufgelegt hat und keine atomaren Vernichtungsdrohungen gegen andere Länder ausstößt, wie Israels Verteidigungsminister das in der Vergangenheit tat.

Rötzers Artikel endet mit der zu erwartenden Halbstarken-Litanei und dem großzügigen Vorschlag des Regimes in Tel Aviv, doch in Afrika Entwicklungshilfe zu betreiben. Daß die nicht einmal fliehende Syrer ins Land lassen, sondern eine neue Mauer bauen, um deren Eindringen zu verhindern, dabei aber gern mal den einen oder anderen ISIS-, al-Nusra- oder FSA-Terroristen verarzten -- all das ist Rötzer bekannt -- erwähnt der Autor ebenfalls nicht.

Ich hoffe, es lohnt sich für dich, Florian.

Update:

Auf Mondoweiss findet sich das, was Khamenei wirklich sagte:
“After nuclear negotiations, the Zionist regime said that they will not be worried about Iran in the next 25 years,” Ayatollah Khamenei wrote. “I am telling you, first, you will not be around in 25 years’ time, and God willing, there will be no Zionist regime in 25 years. Second, during this period, the spirit of fighting, heroism and jihad will keep you worried every moment.”



Dienstag, 1. September 2015

Casdorff tageslügelt schon wieder

Er kann es nicht lassen. Dieses Mal versucht er es mit Weglassen wichtiger Teile des nahöstlichen Puzzles.

In seinem Artikel "Casdorffs Agenda. Exodus aus zerfallenen Staaten", wieder unter "Politik", nicht aber unter "Meinung" veröffentlicht, schwafelt der Meisterschwurbeler von Staaten, die wie von Geisterhand "zerfallen" sind und nun einen Großteil der Flüchtlinge aus der Region stellen. Dabei läßt er in manipulativer Weise drei Dinge außer Acht:
  1. Auch der Flüchtlingsstrom vertriebener Palästinenser reißt nicht ab. Vertrieben wurden und werden sie allerdings von Israel. Also schreibt er es nicht, mutig, wie er ist, der freiheitliche Schmierfink.
  2. Libyen ist ins Chaos gestürzt worden, und zwar hauptsächlich von den NATO-Staaten USA, Deutschland (beide über AFRICOM in der Nähe von Stuttgart), Großbritannien und Frankreich. Letztere hatten die Luftwaffenübung "Southern Mistral" verabredet (auch Klick!, Klick! und ehemals hier: http://www.southern-mistral.cdaoa.fr/GB/). Gegenstand des Manövers: Eine UN-Resolution befürwortet die Einrichtung einer Flugverbotszone gegen einen nordafrikanischen Diktator, der die Luftwaffe gegen die eigene Bevölkerung einsetzt. Der Zeitpunkt der Übung überlappte sich mit den tatsächlichen Angriffen gegen Libyen, nachdem tatsächlich eine UN-Resolution gegen Libyen verabredet worden war, obwohl der US-Verteidigungsminister und sein Stabschef nichts von Angriffen gegen die Zivilbevölkerung wußten (Department of Defense Briefing, 1.3.2011, ehemals unter http://www.defense.gov/transcripts/transcript.aspx?transcriptid=4777).
  3. Syrien wurde von Rebellen destabilisiert, die u. a. in Incirlik ausgebildet worden waren. Als BBC-Kriegsberichterstatter-Ikone John Simpson Berichten (Klick! und Klick!) darüber nachgehen wollte, wurde er festgesetzt: Klick! und Klick! In der "freien Presse" des Westens las man nichts von den Vorgängen.
Casdorff weiß das alles. Es wurde ihm und seinen Schreiberlingen oft genug in Kommentaren unter die Nase gerieben. Er läßt es weg. Dafür entgleitet ihm ein Wort, das verräterisch ist: "zerfallen". Die entsprechenden Studien der Ziocons in den USA und Israel stammen von David Wurmser und anderen: zum einen "A Clean Break. A New Strategy for Securing the Realm" und "Coping with Crumbling States". Beide bedienten sich bei Oded Yinons "A New Strategy for Israel in den Nineteen-Eighties".

Ich hoffe, es lohnt sich für dich, Stephan-Andreas.

Samstag, 29. August 2015

Casdorff lügt dem Leser die Hucke voll

Im Artikel "Atomabkommen mit dem Iran. Bloß kein historischer Irrtum" des Tageslügel spielt Casdorff Israels Mietmaul. Er lügt und betrügt, daß sich die Balken biegen, und das beleglos, hirnlos und sinnentleert.

Nach der Ankündigung der Gefahr des Atomabkommens, das keines ist, was Casdorff nicht zu wissen scheint, und bei dessen Aushandlung der Gewarnte, Steinmeier, anwesend war, verlinkt der Autor allgemein auf den Iran, nicht auf die Vereinbarung oder gar den Text des Aktionsplans. Soweit soll die Information des Publikums offensichtlich nicht gehen. Dem schließt sich der Tadel der Diplomatie an, also dessen, was bei Meinungsverschiedenheiten das einzige Mittel ist, eine gewaltsame Auseinandersetzung zu vermeiden. Casdorff bedauert also objektiv das Ausbleiben von Krieg. Im Folgenden bezweifelt der Verfasser den positiven historischen Aspekt des Aktionsplans -- natürlich vorausgegangen von einem Verweis, daß die USA böse gucken könnten. Die Iraner übrigens auch, Casdorff, und zwar aus vielerlei Gründen. Vielleicht auch aus dem, daß Präsident Mossadegh auf Bitten der Briten von den Amerikanern weggeputscht wurde, weil er einen fünfzigprozentigen Anteil vom Ölgewinn haben wollte. Buchtipp für Casdorff: "The Coup: 1953, the CIA, and the Roots of Modern U.S.-Iranian Relations" von Ervand Abrahamian.

Danach baut Casdorff eine Drohkulisse auf, die an Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist:
Die Rolle des Iran in Syrien, dem Libanon, dem Irak? Die Verbindung Teherans mit der Terrororganisation Hisbollah, gewissermaßen eine schiitische Variante der sunnitischen Terrormiliz „Islamischer Staat“, kurz IS? Die Waffenlieferungen aus Russland, die jetzt (wieder) möglich sind? Die Neuentwicklung einer 500 Kilometer weit reichenden iranischen Rakete, die auch der Hisbollah für den Kampf gegen Israel zur Verfügung gestellt werden könnte?
Nun, die Rolle des Iran ist die eines Verbündeten, mit dem man einen Beistandspakt geschlossen hat, oder die eines Unterstützers (Syrien), ohne den der Staat bereits zur Hälfte israelisch annektiertes Gebiet und christlicher Zwergstaat mit engem Verhältnis zu Israel (Libanon) geworden wäre. Die Unterstellung, die Hezbollah sei eine Variante des ISIS ist an unverschämter Dummheit, Verlogenheit und Manipulation kaum zu überbieten. Ze'ev Maoz sei wieder zitiert, der am IDF-College Offiziere ausbildete:
Die Ironie war, daß der Hauptzweck der Sicherheitszone -- die Verhinderung des Beschusses israelischer Ziele -- durch die Aktionen der IDF selbst unerfüllbar gemacht wurde. Die Hizballah entwickelte einen einfachen Entscheidungsmodus [...]: den Beschuß von Zielen innerhalb Israels als Antwort auf die Tötung libanesischer Zivilisten durch die IDF. In allen anderen Fällen waren die IDF-Truppen in der Sicherheitszone ebenso wie die SLA-Milizionäre die Hauptziele. Diese Strategie hätte dem IDF-Geheimdienst nahelegen sollen, daß das Hauptziel der Organisation war, die IDF-Okkupation des im Libanon zu beenden. Trotz ihrer extremistischen Rhetorik von der Vernichtung Israels war das Ziel der Hizballah die Befreiung des Libanon. ("Defending the Holy Land. A Critical Analysis of Israel's Security & Foreign Policy", p. 213, meine Hervorhebung.)
Ich denke, der Mann sollte wissen, worüber er schreibt. Vergessen die Libanonkriege der Israelis, vergessen Sabra und Shatila, für das Sharon und Eitan den Befehl gaben, vergessen die täglichen Überflüge israelischer Militärmaschinen. Das elfte Gebot: Israel darf alles.

Es war dementsprechend zu befürchten, daß der alte Popanz aus dem Wandschrank geholt werden mußte: Der Verfasser schreibt von der Bombe, die der Iran haben wolle, vom Vernichtungswillen der Iraner gegenüber dem Judenstaat, von der Bedrohung Europas und "Länder darüber hinaus" durch den Iran. Nein, du Berufslügner, der Iran hat Israel nie die Vernichtung angedroht, der Iran hat nie ein Atomwaffenprogramm besessen, er hat keine Trägermittel für die nicht existierenden Massenvernichtungswaffen und er bedroht auch Europa nicht. Selbst wenn Israel es behauptet.

Was Casdorff hier tut, ist zweierlei: Er fällt den amerikanischen Juden in den Rücken, die mehrheitlich den "Deal" unterstützen, etwa hier und hier. Er fällt israelischen Vertretern in den Rücken, etwa hier und hier. Ist Casdorff ein Antisemit? Nach seiner eigenen verschwurbelten Ansicht müßte er die Frage mit Ja beantworten und kündigen. Der deutsche Einheitsblätterwald müßte über ihn herfallen und ihn kollektiv verdammen. Das tut der aber nicht.

Auf der anderen Seite betreibt Casdorff das Geschäft der Kriegsgewinnler, die sich an einer absehbar inkompetenten Raketenabwehr eine goldene Nase verdienen.

Schlimm ist auch, daß der Artikel nicht in der Rubrik erscheint, wo er es sollte: unter "Meinung", sondern unter "Politik". Volksverdummung als Programm.

Stephan-Andreas, ich hoffe, es lohnt sich für dich.

Montag, 24. August 2015

Tageslügel: Meisner urteilt wieder einmal vorurteilsfrei

In seinem Artikel "Jürgen Elsässer und sein "Compact"-Magazin -- Ein Netzwerk für Putin und Pegida" macht der notorische Gysi-war-bei-der-Stasi-Frontkämpfer Matthias Meisner wieder einmal quer Front gegen alles, was ihm nicht gefällt. Er legt damit einen Artikel nach, der sich auf eine "Studie" der Otto-Brenner-Stiftung bezieht und eine sogenannte Querfront beschreibt, in der von Jebsen bis Elsässer alles Spinner sind, Verschwörungstheoretiker und daher sowieso Staatsfeinde. Zu diesem illustren Kreis müßte man nach Meisners Aussage dann eben auch Bahr, Bülow und Wimmer zählen, die an einer Veranstaltung für "Frieden mit Russland. Für ein souveränes Europa" teilgenommen hätten. Toll.

Was er nicht schreibt, ist, daß die "Studie" bereits eine Antwort durch die Medienwissenschafterlin Sabine Schiffer ereilt hat, die nicht sehr schmeichelhaft ist:
Sollte hier ein Studienauftrag vorgelegen haben, nach „Belegen“ für rechts-links Verknüpfungen zu suchen, dann könnte das erklären, warum die Auffindung vermeintlicher Beweise zu vorschneller Akzeptanz der These, statt der üblichen Recherche, führte. Freilich könnte eine Analyse die Behauptung eines „Netzwerks“ rechtfertigen, aber eine solche Analyse, die weitergehende Rückschlüsse erlaubt, findet nicht statt. Vielmehr gehen die Studienmacher assoziativ vor, Stellungnahmen von den Akteuren gegenüber der OBS gibt es nicht und werden nicht zitiert. Nachfragen hätten klären können, warum weltnetz.tv und KenFM auf altenativ.tv verlinkt sind – umgekehrt jedoch nicht. Und es hätte klären können, warum es seit einigen Monaten keine Kooperation mehr zwischen Ken Jebsen und Jürgen Elsässer gibt.
Statt dies zu ergründen, werden die Prämissen am Anfang der Studie – dass nämlich von einem „über Jahre hinweg stabile[n] Netzwerk“ auszugehen sei – am Ende wiederholt und gar nochmal auf die Spitze getrieben. Es handelt sich insgesamt um ein Meisterwerkt indirekter Kommunikation – d. h., zitiertes Hörensagen, keine dezidierte Stellungnahme. Denn Zitate von anderen ersetzen die Beurteilung der genannten Personen. Zum Beispiel werden „einhellig“ urteilende Medien angeführt, um die Behauptungen über die Genannten zu belegen. Wörtlich heißt es: „wurde in mehreren überregionalen Medien (einhellig negativ) berichtet“ – dann muss es wohl stimmen. Diese Form der Zuweisung von Urteilen anderer ist wissenschaftlich unhaltbar.
Hat der Autor keine eigenen Erkenntnisse? Will er sich absichern, um keine Abmahnung oder gar Strafanzeige zu kassieren? Denn etwa die Unterstellung von Antisemitismus ist ja in Deutschland kein Kavaliersdelikt. Ob man will oder nicht, diese Dinge werden nahegelegt, also suggeriert, ohne dass man dafür handfeste Beweise in den Werken der Genannten gefunden hat. Hält man sich vielleicht so für glaubwürdiger, weil eben alle anderen das vorher immer schon so behauptet haben? Oder ist der Druck einfach zu groß, weil man sich ja heutzutage schnell ins Abseits stellt, wenn man nicht in dem verbleibt, was als Rahmen definiert und akzeptiert wurde? – … „in mehreren überregionalen Medien (einhellig negativ) berichtet.“
Wer die Berichterstattung über die sog. Montagsmahnwachen verfolgt hat, ahnt, worauf die OBS-Studie hinaus läuft. Nahe gelegt wird, von einer Art Verschwörung auszugehen, und zwar der eines neuen mächtigen publizistischen „Netzwerks“. Bilden eigentlich alle etablierten Medien auch ein solches Netzwerk, weil sie sich gegenseitig zitieren? Oder geht man umgekehrt einfach von vergleichbaren Strukturen aus?
Hier liegt sie: "Querfrontstudie ohne Querverbindung -- Wo die Otto-Brenner-Stiftung „Netzwerke“ sieht und wie sie sie definiert und findet".

Offensichtlich wird hier durch Meisner versucht, Kritik an der deutschen Innen- wie Außenpolitik, an der Rolle der USA und am Verhältnis des Westens zu Rußland gründlich zu desavouieren. Die "Studie" macht nicht einmal Halt vor der hierzulande sehr beliebten Antisemitismusunterstellung, um den Gegner im propagandistischen Schützengraben mal so richtig fertig, will heißen: mundtot zu machen. Daß die wahrheitswidrige Unterstellung einer Straftat ebenfalls eine Straftat ist, müssen die Schmierfinken der Otto-Brenner-Stiftung und beim Tageslügel noch lernen.


Update:

Beim Sputnik, ja, dem bösen, hat sich der ehemalige Generalbevollmächtigte der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Professor Dietrich Ratzke, gemeldet und seine Meinung zur bevorstehenden Medienoffensive des Westens kundgetan:
Die Medienoffensive soll demnach im September von einer EU-Gruppe “East StratComTeam” losgehen. Sinnlose Aktion, findet Professor Dietrich Ratzke, der Generalbevollmächtigte a.D. der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH. „Ich halte überhaupt nichts von allen diesen Aktionen, denn das ist irgendwie Kalter Krieg oder Kühler Krieg oder was für ein Krieg auch immer. Es hat gar keinen Sinn, die Medien zu bemächtigten, um irgendeine Propaganda zu übermitteln“, so Ratzke im Sputniknews-Gespräch. „Das hat ja nichts mit Information zu tun, das ist bestenfalls Desinformation. Und das betrifft beide Seiten jeweils in diesen Fällen, jeder will seine vermutlich richtige oder vermutlich falsche Meinung dem anderen übermitteln“, sagte der Medienwissenschaftler.

Das Vertrauen in die Medien nimmt EU-weit ab, wie die Umfragen zeigen. Auch Dietrich Ratzke ist mit der gegenwärtigen Medienarbeit wenig zufrieden: „Ich muss gestehen, dass auch mein Vertrauen abgenommen hat. Mir fehlt die klare, saubere Nachricht, getrennt von der Kommentierung, von der Meinung. Wir vermischen das und der Leser weiß nicht mehr genau, was die Information und was die Meinung ist“.
Eine solche EU-Medienoffensive sei kaum vorstellbar, meint der Wissenschaftler. „Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, wenn eine Staatsgruppe, EU in diesem Fall,  sagt,Pass mal auf, wir müssen irgendeiner anderen Meinung oder Information entgegensteuern. Jetzt wir anfangen, das zu sagen, was wir für richtig halten. Was soll die ganze Geschichte? Das wird doch das Vertrauen der Bürger in die Medien nicht erhöhen, sondern unterminieren“.
 Zum Artikel: Klick!

Man wird sehen müssen, wie die Lügenpresse versuchen wird, ihr ramponiertes Image aufzupolieren und wie erfolgreich sie dabei sein wird.

Samstag, 22. August 2015

Man weiß ja nie: Der Thalys-Anschlag

Lt. Ex-DIA-Mitarbeiter Pat Lang ereignete sich Folgendes:

Ein Angreifer bestieg den Zug mit einer Kalaschnikow und einem Rucksack. Er versuchte, mit der AK zu schießen, was aber mißlang -- ein Rohrkrepierer. Danach nahm er die Pistole aus dem Rucksack, feuerte einen Schuß ab und verlor das Magazin aus der Waffe, dennoch aber weiterhin versuchend zu schießen. Einer der anwesenden US-Soldaten wurde danach mit einem Teppichmesser verletzt. Das war's.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Das Mietmaul und das Alibi der Rechtsradikalen

Um das mit dem Alibi zu erklären: Ignaz Bubis bezeichnete den Historiker Wolffsohn so: "Wolffsohn ist der Alibijude der Rechtsradikalen. Wahrscheinlich will er Bundeswehrgeneral werden."

Der also ist im Gespräch mit Mietmaul Böhme vom Tageslügel. Der Artikel findet sich hier: Abkommen mit Teheran -- "Der Iran ist faktisch Atommacht".

Böhme ist dieses Mal ein wenig ehrlicher als in seinem letzten Artikel. Er stellt das ihm wichtige Thema gleich vornweg: Israel und fragt nach dem Stand der Beziehungen zwischen Deutschland und dem Land am Mittelmeer.

Wolffsohn antwortet ohne weitere Erläuterung, daß es zwischen den Regierungen häufiger krache. Daß dies am israelischen Völkerrechtsbruch in Palästina liegt, verschweigt er. Na gut, er wurde ja auch nicht dazu befragt. Die Haltung der Mehrheit der Deutschen -- eine Quelle gibt er nicht an -- bezeichnet er als die zu einem Buhmann-Staat. Pöhse Deutsche! Dann aber lesen wir:
Für die meisten Israelis ist Deutschlands Regierung, erstmals vor den USA, Freund Nummer eins.
Woran das wohl liegen mag?

Böhme fragt nach der verbesserten Sicherheit für Israel, die mit der Vereinbarung von Wien lt. Steinmeier erreicht worden sei. Wolffsohn:
 Das ist zumindest naiv. Der Iran hat Öl, Gas, Sonne, Wasser. Wozu noch Atomkraft? Die Islamische Republik ist durch das Abkommen faktisch Nuklearmacht. Die atomare Fähigkeit des Iran wird durch das Abkommen reduziert und kontrolliert, aber eben nicht liquidiert. Gleiches gilt für Teherans Raketenarsenal.
Liquidieren also hätte man das Atomprogramm sollen, auf das der Iran ein unveräußerliches Recht hat. Da kommt er aus der Reserve, der Mann, den Evelyn Hecht-Galinski "Stahlhelmjude" und schleimig nennt. Nun, die erste Frage, das Wozu, kann er ja stellen, nur beantwortet er sie nicht. Dabei wäre es so einfach. Der Schah machte sich Sorgen über die Verschwendung von Öl und Gas und um die heimische Energiebasis. Deswegen sein Interessen an Atomreaktoren. Dieses Dokument des Verteidigungsministeriums der USA sagt es: Klick! Deswegen schlossen die USA und der Iran auch ein Abkommen zur nuklearen Zusammenarbeit ab: Klick!

Schön auch die Unterstellung Wolffsohns, der Iran sei faktisch bereits eine Atommacht, sprich: sei in der Lage, Atomwaffen zu entwickeln. Ich frage mich unwillkürlich: Ist der Mann so dumm, oder was sind seine Beweggründe? Lt. Clinton Bastin, der selbst an Wasserstoffbomben baute, ist der Iran weit davon entfernt, eine solche Fähigkeit zu entwickeln:
A gun-type weapon would require several tons of highly enriched uranium, and wouldn’t make sense. Anyway, that’s not a real concern under these circumstances. To make a bomb, Iran would not only have to further enrich the uranium in its existing facilities -- which would be difficult to do -- but after they complete further enrichment, they would have to convert the gas to metal. Iran doesn’t have the facilities or experience to do that. It would take years. The most important thing to realize is that any diversion of uranium for further enrichment or anything else would be immediately detected. It’s very easy to detect diversion from a gas centrifuge facility.

21st Century:
Do you mean detection by the IAEA inspectors?


Bastin:
Yes, they are good at it, and it’s appropriate for them to do it. That’s the only thing that you can count on to make sure that nobody’s building weapons. The nonsense of drawings of this, or drawings of that -- it’s really just nonsense. ElBaradei, the former IAEA director general, recognized this and he said, during our conversation, that no, there was no threat from Iran’s nuclear power program.
Also wird es wohl daran liegen, daß sich zwei Lügner gesucht und gefunden haben.

Im Anschluß an seine wirre Äußerung versteigt sich Wolffsohn zur Aussage, daß außer der USA eh kein Land für Israel kämpfen könne und die Bundeswehr nicht abwehrbereit sei. Das ist wieder Irrsinn pur, denn er vergißt sowohl die britischen und die französischen Atomwaffen sowie die der Issis. Welche Bedrohung soll es dagegen geben?

Der Schluß aber ist die Krönung des Ganzen. Der mittlerweile für die Ost-Abteilung der Deutschen Bank tätige Schleimer:
Wird die Bundesregierung nach der Vereinbarung von Wien eine härtere Gangart gegenüber Jerusalem einlegen?

Mit Sicherheit, aus zwei Gründen: Erstens, weil die Bundesregierung das Atomabkommen für gut und richtig hält. Zweitens, weil jede Partei gewählt werden will. Israel ist unbeliebt und zu israelfreundliche Parteien oder Politiker werden von der Öffentlichkeit eher bestraft als belohnt – also nicht gewählt.
Das sind gleich zwei Lügen auf einmal: Zum einen ist das Atomabkommen kein Atomabkommen, sondern ein Fahrplan, der aus freiwilligen Übereinkünften besteht (Seite 6). Das zieht automatisch nach sich, daß keine der Rechte und Pflichten aus dem NPT und den Safeguardsbestimmungen beeinträchtigt werden. Zum anderen lügt er frech in die Welt, die Animositäten zwischen der deutschen und der zionistischen Regierung, sofern es sie überhaupt gibt, hätten ihre Ursache in der mehrheitlichen Ablehnung Israels -- siehe oben: Buhmann-Staat -- durch die Bevölkerung und einem deswegen folgerichtigen Opportunismus aus wahltaktischen Gründen. Dann, Wolffsohn, gäbe es allerdings auch keinen Afghanistaneinsatz, kein Hartz IV und kein Renteneintrittsalter von 67 Jahren. Die Politik der Zionisten in Israel ist das Problem, aber das wißt ihr beide.